Kuhler Urlaub - auf Entdeckungsreise in Westfalen

In unserer bald schon traditionellen jährlichen Urlaubswoche “reisten” wir dieses Jahr ins Sauerland, welches unseren Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Mitarbeitenden und Angehörigen nicht allzu vertraut schien. Mittels Aktivitäten, Ausflügen, Vorträgen und sauerländischen Mahlzeiten auf dem Speiseplan konnte das westfälische Gebiet in unserem Schloss jedoch an Bekanntheit gewinnen. 

Los ging die Woche mit einem Vortrag. Im historischen Wappensaal kamen interessierte Bewohnerinnen und Bewohner zusammen, um sich gemeinsam Bilder und Videos über das Sauerland anzuschauen. In abgedunkelter Kinoatmosphäre führten die Aufnahmen aus Westfalen schon bald zu Diskussionen über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur hiesigen Kultur.  Raum für Gespräche gab es auch in der Leserunde von Pfarrer Manfred Finger. Er präsentierte und kommentierte sauerländische Sehenswürdigkeiten und Persönlichkeiten und stellte auch die DO-Einrichtung St. Raphael in Wickede kurz vor. 

Mittels Gemeindebus und Dienstwagen fuhren mit einem Dutzend Bewohnender zum Hesselberg. Ein paar Meter unterhalb der Bergspitze genossen wir die weite Aussicht in das Tal über Felder und Wälder. Ein Anblick, der natürlich alle ins Schwärmen brachte. Zum Schwärmen waren dann auch der Kuchen und Kaffee einer Bäckerei im nahen Gerolfingen, wo wir uns über das Erlebte und Gesehene in gemütlicher Atmosphäre austauschen konnten. Auf dem Rückweg wählten wir bewusst Waldstraßen. Die Fenster heruntergekurbelt, genossen die Bewohnenden hier nochmal Fahrtwind, Waldluft und vielleicht auch einen Hauch Abenteuer. 

Im Zeichen des „Kuhlen Urlaubs“ stand auch der Ausflug auf einen Bauernhof im Nachbardorf. Familie Fuchs lud zu Kaffee und Kuchen in der Scheune ein. Von Traktoren und Erntemaschinen umgeben, glühten freudig die Augen unserer Bewohnenden, die allesamt eine landwirtschaftlich geprägte Biografie haben. Daher gab es auch keine Scheu, als alle im Kuhstall die Hände nach den Mäulern der Rinder ausstreckten. 

Der Höhepunkt der Woche: natürlich das Sommerfest. Pfarrer Manfred Finger hielt einen Eröffnungsgottesdienst unter wolkenbehangenem Himmel. Die Wolken trieb der Wind glücklicherweise vorerst weiter. Nach ein paar Dankes- und Willkommensworten von Direktor Bastian Ganster und Quartiersmanagerin Karin Funke waren Kuchentheke, Waffelstand und Getränkeausgabe gut besucht. Kleine und große Gäste konnten sich schminken lassen und unter der musikalischen Begleitung des Jugendorchesters Fremdingen genossen viele Bewohnenden die gemeinsame Zeit mit ihren Angehörigen und Gästen aus dem Dorf, von denen wir dieses Jahr auffällig viele begrüßen konnten. Auch wurden sämtliche Lose und Preise unserer Tombola leer gekauft und gewonnen. Den Schlussgong setzte das Wetter. Mit stärker werdendem Wind und einsetzendem Regen, traten die Gäste in nichtsdestotrotz heiterer Stimmung den Heimweg an. Und für unsere Bewohnenden und Mitarbeitenden blieb das schöne Gefühl zurück, kurz aus dem Alltag ausgebrochen zu sein. 

Eine Gruppe älterer Menschen, einige davon in Rollstühlen, sitzt in einem Saal mit wappengeschmückten Wänden. Sie blicken aufmerksam auf einen großen Bildschirm, der eine Präsentation mit Text und einer Grafik zeigt.
Eine große Gruppe von Menschen posiert lächelnd für ein Gruppenfoto im Freien. Viele tragen blaue Baseballkappen. Zwei Personen sitzen in Rollstühlen. Im Hintergrund erstreckt sich eine weite Landschaft mit Feldern, gerahmt von grünen Bäumen.
Eine Gruppe älterer Menschen sitzt mit dem Rücken zur Kamera auf einer Aussichtsplattform. Einige sitzen in Rollstühlen, andere nutzen Rollatoren. Viele tragen blaue Mützen und blicken gemeinsam auf eine weite Landschaft mit Feldern und einem Dorf im Hintergrund.
Eine Gruppe älterer Menschen sitzt auf einer Terrasse und unterhält sich fröhlich. Fast alle tragen identische hellblaue Baseballkappen. Auf dem Tisch stehen Tassen und Teller mit Kuchen. Die Atmosphäre wirkt gesellig und entspannt.
Eine Gruppe älterer Menschen, viele mit Rollstühlen oder Gehwagen, posiert im Freien vor einem Holzgebäude. Eine große, künstliche Kuh steht neben ihnen. Im Hintergrund stehen mehrere jüngere Betreuer.
Ein Mann und zwei ältere Frauen sitzen an einem Tisch mit Kaffee und Kuchen. Alle tragen blaue Mützen. Der Mann zeigt lächelnd auf eine blaue Keramikkanne mit einem Kuhmotiv. Im Hintergrund stehen Regale mit verschiedenen Gegenständen.
Eine Frau im Rollstuhl und blauer Baseballkappe sitzt in einem Stall und streichelt sanft die Nase einer braun-weißen Kuh. Mehrere Rinder stehen in den Boxen. Der Fokus liegt auf der Interaktion zwischen der Frau und dem Tier.
Eine ältere Frau mit blauer Baseballkappe füttert eine braun-weiße Kuh im Stall. Im Hintergrund sitzt eine weitere Frau im Rollstuhl und beobachtet die Szene.
Ein älterer Priester im Rollstuhl liest eine Ansprache in ein Mikrofon. Er trägt grüne liturgische Gewänder. Im Vordergrund befindet sich ein Tisch mit einem Obstkorb, Kräutern und zwei gelben Kerzen. Im Hintergrund steht ein weißes Zelt und eine rote Tafel mit einem Schwarz-Weiß-Porträt.
Ein bärtiger Mann in einem schwarzen Hemd und Lederhosen hält ein Mikrofon und spricht. Vor ihm auf einem Tisch sind frische Gemüsesorten wie Mais und Blattgemüse zu sehen.
Eine Frau malt einer anderen Frau unter einem weißen Zelt ein buntes Emblem auf die Wange. Auf dem Tisch stehen Schalen mit Make-up. Im Hintergrund ist eine Menschenmenge bei einem Außenereignis zu sehen.
Eine Dirigentin leitet ein Jugendblasorchester im Freien. Die Musiker spielen auf Trompeten, Tubas und Flöten. Vor den Stühlen stehen Notenpulte mit blauen Bannern, die den Namen „Musikverein Fremdingen“ tragen.

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