Als Thomas Gatterer, Leiter des Sozialen Dienstes im Haus St. Marien, den digitalen Aktivtisch vor einigen Jahren in einer befreundeten Einrichtung kennenlernte, war für ihn schnell klar: Dieses Angebot könnte auch den Bewohnerinnen und Bewohnern im Schloss Hochaltingen viele neue Möglichkeiten eröffnen. Doch damals standen die technischen Voraussetzungen einer Umsetzung noch im Weg.
Heute ist aus dieser Idee Wirklichkeit geworden.
Dank der Förderung der AOK im Rahmen der Prävention sowie der Unterstützung zahlreicher Unternehmen, Institutionen und privater Spender konnte der Aktivtisch angeschafft werden. Die organisatorische Abwicklung der Förderung übernahm Quartiersmanagerin Karin Funke, während Thomas Gatterer weitere Unterstützer für die Finanzierung des Eigenanteils gewann. So wurde aus einer lang gehegten Idee ein gemeinschaftlich getragenes Projekt.
Um allen Unterstützerinnen und Unterstützern zu zeigen, was ihre Hilfe ermöglicht hat, lud das Haus St. Marien zu einem Dankeschön-Vormittag in den Wappensaal des Schlosses Hochaltingen ein. Neben den Spendern nahmen Bewohnerinnen und Bewohner sowie geladene Gäste an der Veranstaltung teil.
In seiner Begrüßung stellte Einrichtungsleiter Bastian Ganster den Menschen in den Mittelpunkt. Moderne Betreuung, so seine Überzeugung, lebt nicht allein von guter Ausstattung, sondern vor allem vom Engagement der Mitarbeitenden und aller, die Projekte gemeinsam möglich machen. Der neue Aktivtisch eröffnet den Bewohnerinnen und Bewohnern vielfältige Möglichkeiten, geistig und körperlich aktiv zu bleiben und Gemeinschaft zu erleben.
Wie lebendig das in der Praxis aussieht, zeigte sich bei der anschließenden Vorführung. Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern stellte Thomas Gatterer die vielfältigen Möglichkeiten des Aktivtisches vor. Es wurde gepuzzelt, gespielt, gelacht und applaudiert. Besonders schön war der Moment, als auch die Gäste sich einladen ließen, den Aktivtisch selbst auszuprobieren. Aus einer Vorführung wurde ein gemeinsames Erlebnis – mit viel Freude, Neugier und zahlreichen Gesprächen.
Der Aktivtisch bietet weit mehr als Unterhaltung. Er unterstützt die Aktivierung von Körper und Geist, fördert Erinnerungen, regt Gespräche an und schafft immer wieder gemeinsame Erlebnisse. Gerade in der Betreuung älterer Menschen entstehen so wertvolle Momente, die verbinden und Lebensfreude schenken.
Beim abschließenden Dank an alle Unterstützenden wurde deutlich, wie viel Herzblut in diesem Projekt steckt. Die Freude darüber, dass aus einer Idee ein fester Bestandteil des Alltags im Haus St. Marien geworden ist, war für alle Anwesenden spürbar.
Und vielleicht reicht seine Wirkung künftig sogar noch ein Stück weiter: Schon beim Sommerfest entdeckten Kinder den Aktivtisch ganz selbstverständlich für sich und spielten gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Ein schönes Zeichen dafür, welches Potenzial in Begegnungen steckt, wenn Generationen miteinander ins Gespräch kommen.